Wie dir mehr auf deinem Teller bleibt

Georg Schmidinger am

Ein ganz besonderes Schmankerl liefert dir der ChillBill-Steuertipp diese Woche. Denn nicht nur das Finanzamt, sondern auch deine Sozialversicherung und die Gemeinde möchten ein kleines oder größeres Stück deines Kuchens. Wie dir am Ende des Monats etwas mehr auf dem Teller bleibt, erklärt dir ChillBill.

Problemstellung:

Deine Mitarbeiter werden früher oder später etwas hungrig und gehen während ihrer Mittagspause in ein nahegelegenes Restaurant und bestellen dort ihr Menü um 7 €. Diese 7 € sind Teil des Gehalts, welches du ihnen im letzten Monat ausbezahlt hast. Von diesem Betrag hast du bereits diverse Abgaben leisten müssen. Aber auch deine Mitarbeiter haben bereits ihren Teil der Sozialversicherung und Lohnsteuer zahlen müssen. Das Einkommensteuergesetz bietet eine Möglichkeit, diesen Kostenfaktor zumindest etwas zu reduzieren. So kannst du jedem deiner Mitarbeiter pro Arbeitstag einen Betrag von 4,40 € mittels Gutscheinen steuerfrei auszahlen.

Beispiel:

Ein Angestellter ist bei einem Wiener Unternehmen mit einem Monatsbruttogehalt von 2.500,00 € beschäftigt. Der Angestellte erhält monatlich einen Essenszuschuss in Höhe von 79,20 € (täglich 4,40 €, für durchschnittlich 18 Arbeitstage pro Monat). Im Hinblick auf die steuerliche Belastung ist von entscheidender Bedeutung, ob diese Zuwendungen in Form einer einfachen Gehaltserhöhung oder mittels Gutscheinen gewährt werden:

Dienstnehmer Gehaltserhöhung Gutscheine
Bruttobezug 79,20 € 79,20 €
Sozialversicherung -14,00 € 0,00 €
Lohnsteuer -23,00 € 0,00 €
Nettobezug 42,20 € 79,20 €
Dienstgeber Gehaltserhöhung Gutscheine
Gehaltskosten -79,20 € -79,20 €
Gehaltsnebenkosten -25,00 € 0,00 €
Kosten Dienstgeber -104,20 € -79,20 €

Auswirkung:

Das Beispiel zeigt, dass eine einfache Gehaltserhöhung in Höhe von 79,20 € Lohnnebenkosten für den Arbeitgeber von 25 € und Abzüge in Höhe von 37 € für den Arbeitnehmer verursacht.

Wickelt der Arbeitgeber dagegen dieselben Zuwendungen mittels Gutscheinen ab, entstehen keinerlei Nebenkosten. Dadurch ersparen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gesamt 62 € pro Monat! Die entsprechenden Beträge wurden mit einem Brutto-Netto-Rechner berechnet.

Voraussetzung für diese Steuererleichterung ist, dass die Gutscheine:

Wenn die Gutscheine auch zur Bezahlung von Lebensmitteln verwendet werden, die nicht sofort konsumiert werden müssen, sind sie bis zu einem Betrag von 1,10 € pro Arbeitstag steuerfrei. Unter diese Regelung fallen Gutscheine für Fast-Food Restaurants wie etwa McDonalds oder Lebensmittelgeschäfte wie Billa.

Umsetzung:

In den meisten Betrieben, welche von dieser Steuerbegünstigung Gebrauch machen, werden monatlich Essensgutscheine verteilt. Diese können dann bei Vertragsgaststätten eingelöst werden. Das Unternehmen Sodexo hat sich auf genau diese Steuererleichterung spezialisiert und bietet verschiedene Gutscheinlösungen an.

Weitere Infos

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